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Website von Thomas Baumgartner

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Eine Begegnung und ein Abschied

Es ergeben sich immer wieder Gelegenheiten, neue Menschen kennenzulernen. Ich freue mich auf solche Gelegenheiten. Manchmal suche ich sie auch aktiv. Jeder Mensch ist etwas Besonderes, jede Bekanntschaft eröffnet neue Perspektiven. Von den Menschen, denen wir begegnen, machen wir uns ein Bild aus dem, was diese bereit sind, nach aussen zu zeigen. Letztlich ist es eine Frage der Interpretation, ob dieses Bild tatsächlich der Realität entspricht und dieser Person auch gerecht wird, reine Phantasie ist oder eine Mischung aus beidem. Wahr ist es zumindest für denjenigen, der sich das Bild macht. Manche solcher Bekanntschaften vergisst man schnell wieder. Andere bleiben in Erinnerung, hinterlassen einen Eindruck, berühren uns. Dann ist man versucht, das festzuhalten, zu bewahren, zu pflegen. Weil es Freude bereitet, mit solchen Menschen zu kommunizieren. Ich schätze es besonders, wenn ich mich auch von jungen Menschen ernstgenommen fühle. Wenn sich ein Gespräch über Generationen entwickelt, das möglicherweise beiden Seiten etwas gibt, und sei es auch nur die geschenkte Aufmerksamkeit für eine beschränkte Zeit. Deswegen eine kleine wahre Geschichte zu einer Begegnung.

Immer noch für dich

Eine wahre Geschichte für dich. Du warst einer jener Menschen, die ich neu kennengelernt habe und sehr wertschätze. Die Tatsache, dass ich dich kennen durfte, bereicherte mein Leben. Ich habe dich getroffen, auf eine Art und Weise, die vielleicht Glück, Schicksal oder purer Zufall war. Glaubst du an Schicksal? Du warst zum Glück nicht einfach eine virtuelle Figur auf Facebook, die sich so präsentieren kann, wie sie gerade Lust hat. Du brauchtest kein Facebook. Ich kannte dich im realen Leben und freute mich, dass es dich gibt und schätzte mich glücklich dafür. Du bleibst in meiner Erinnerung eine einzigartige Persönlichkeit. Ich hatte geglaubt, dass du anderen Menschen mit deiner Präsenz, deiner Aufmerksamkeit, deinem Lachen das Gefühl geben willst, dass du sie magst. Ich glaubte deine Wertschätzung zu spüren, deine Präsenz, dein Interesse. Deine Kontaktfreudigkeit schien aus dem Herzen zu kommen. Dein Blick, deine Mimik schienen echt zu zeigen, was in dir vorgeht. Du wirktest authentisch. Du warst nicht perfekt und wolltest es auch nicht sein. Du strahltest Freude aus. Es war für mich jeweils die Begegnung im Moment, die mir Freude bereitete, die ich genoss. Es war die Stimmung, die du mit deiner Herzlichkeit geprägt hast. Ich glaubte, es sei für dich in Ordnung, wie wir zwischendurch so über verschiedene Themen plaudern konnten. Ich wollte sonst nichts von dir. Ich habe es mir seit langem zur Gewohnheit gemacht, allen Menschen, wenn immer möglich positive Rückmeldungen zu geben. Etwas stimmte anscheinend für dich nicht und du hast mir diesbezüglich kein Zeichen gegeben. 

Goodbye

Es bleibt mir, dir für die Zukunft nur das Beste zu wünschen. Trag Sorge zu dir. Menschen wie du sind verletzlich. Du stellst sehr schnell Nähe zu anderen Menschen her. Es gibt vielleicht Menschen, die nutzen deine Offenheit und Herzlichkeit möglicherweise aus. Aber ich denke, du verfügst über eine natürliche Fähigkeit, mit solchen Menschen nichts zu tun zu haben, bzw. dich klar von ihnen abzugrenzen. Das jedenfalls wünsche ich dir. Es war schön, dass ich dich eine kurze Zeit kennen durfte.

Ende

Manchmal enden solche Geschichten abrupt. Es ist die Geschichte von einer Begegnung mit einem Menschen den ich mochte und immer noch mag. Was ist passiert? Gerät man als älterer Mensch schon nur in Verdacht, weil man jüngere Menschen mag? Es bleiben Fragen, die nicht beantwortet werden. Manchmal haben Geschichten ein Ende, das man nicht versteht. Das ist für mich so eine Geschichte. Dass ich nicht verstehe, warum sie jetzt zu Ende ist, macht mich traurig und sprachlos. Und sie ist wahr.

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